Hi Leute,
um mehr Fotos zu sehen geht bitte nach
http://picasaweb.google.com/matthias.hoehne
denn durch Internet-MB restrictions und sonstige tolle Sachen hier mit my PC ist's für mich schwierig die Fotos in'n Blog reinzuladen.
Enjoy
Matthias
Mittwoch, 22. Oktober 2008
Donnerstag, 9. Oktober 2008
Kriminalität
Das viel betrachtete Thema, ohne vernünftige Antworten, mit schreckenden Statistiken und ewigem Leid!
Ich möchte hier keine wissenschaftliche Abhandlung schreiben, nix verschlimmern oder verschönigen und ewige Statistiken zitieren, sondern einfach aus meinen Erfahrungen berichten.
Kriminalität ist allgegenwärtig hier in SA. Man hört bei uns in Kapstadt in der Regel eher davon, dass Jo'burg die Hochburg ist und man da eigentlich gar nicht zu Fuß gehen sollte, aber hier ist's auch schon kraß.
Car Hijackings sind nicht so verbreitet wie in Johannesburg, aber dafür sie Autodiebstähle in Kapstadt hoch:
kurze Anekdote zu Hillsong besuch: da gibt's immer Praisereport bei denen Gott gedankt wird für etwas in der letzten Woche: einer gab an:
"My car got stolen 2nd last week and we prayed for it to be found again. This week it was found again, so praise god, and now it even has tainted (verdunkelte) windows!"
So lustig gehts aber meist eher nicht zu!
Ich selber fühle mich 95% meiner Zeit hier sicher. ich wohne in Obs, was DAS Viertel für junge weiße Ausländer ist, und nachts gibt's auf der Kneipenstraße Security. Ich muss immer durch ne Bahnunterführung nach hause, allerdings mache ich ja viel mit Leuten aus meinem haus, daher bin ich nicht oft allein.
Aber ne Freundin ist gerade diese Woche in diesem Bahnuntergang überfallen worden, um 8:30uhr morgens, und hat dabei ihren Rucksack mit Laptop und Camera geklaut bekommen (aber versichert).
Jetzt schreien einige Leser auf: Wie dumm die Sachen mitzunehmen! Nunja, eigentlich nicht, und irgendwie schon. Unterwegs mit dem Zug oder zu Fuß muss man damit rechnen überfallen zu werden, aber es ist eben doch nicht so alltäglich dass man es wirklich wahrhaben will: und gerade wir deutschen gelten anscheinend als sehr "trotzig" gegenüber dieser Angst sich dann nur zu Hause einzuschließen.
Dazu mehr: um in mein Haus zu kommen muss ich das Frontgate öffnen, was wir aber nicht wirklich abschließen, weil's sonst super lästig ist und die Einbrecher sowieso auf's Grundstück känmen, wenn sie wollten. Die Gittertür vor unserer Haustür und auch hintertür ist aber immer abgeschlossen und auch die Hintertüre mit nem Riegel versehen.
Auf das Schloss an der Holzvordertüre war ich letztens sauer, daher trat ich gegen die Tür und ZACK, war sie offen. Also wenn die Gittertür nicht ist, dann ist man ganz locker drin. Aber wir schließen unsere Zimmertüren auch noch immer ab,
und wenn ich in die Küche gehe um mir'n Glas Wasser zu holen schließe ich das Fenster, den die Verbrecher sind ziemlich schnell mit durch's Fenster greifen, oder sich'n Stock besorgen um damit die Turnschuhe, Kameras usw. rauszuholen während man 1min weg ist.
Ein Freund von mir lässt nachts immer sein Handy an um schnell zu sein, und ich, naja, hab's eh immer an: kennt mich ja :)
Ich mach mir kaum Sorgen um Kriminalität, laufe oft mit meiner Kamera auch durch die Townships, allerdings immer begleitet von nem local, von daher glaub ich nich an Überfälle: aber die locals werden auch öfter überfallen, von daher... Naja: ich hab Gott auf meiner Seite und unser dt. Staatssystem im Rücken, von daher hab ich nich viel Schiss VIEL zu verlieren: denn auch wenn die Mörderrate in SA bei 50Morden pro Tag liegt, fühl ich mich trotzdem "sicher".
Jetzt noch der Hammer zu Schluß:
Holländer war in ner Bar in der Innenstadt, wurd super Müde, ging nach hause und legte sich in Boxershorts und T-shirt pennen. Aufgewacht ist er ohne igrendetwas zu haben, außer seinem Bett, der Decker und eben besagtem T-shirt mit Boxer: der Rest: Schränke, Klamotten, Rucksack,... wurde KOMPLETT ausgeräumt. Wahrscheinlich hatte er was in sein Glas getan bekommen, denn sonst wird man ja eigentlich von ner Ausräumaktion wach.
Ich möchte hier keine wissenschaftliche Abhandlung schreiben, nix verschlimmern oder verschönigen und ewige Statistiken zitieren, sondern einfach aus meinen Erfahrungen berichten.
Kriminalität ist allgegenwärtig hier in SA. Man hört bei uns in Kapstadt in der Regel eher davon, dass Jo'burg die Hochburg ist und man da eigentlich gar nicht zu Fuß gehen sollte, aber hier ist's auch schon kraß.
Car Hijackings sind nicht so verbreitet wie in Johannesburg, aber dafür sie Autodiebstähle in Kapstadt hoch:
kurze Anekdote zu Hillsong besuch: da gibt's immer Praisereport bei denen Gott gedankt wird für etwas in der letzten Woche: einer gab an:
"My car got stolen 2nd last week and we prayed for it to be found again. This week it was found again, so praise god, and now it even has tainted (verdunkelte) windows!"
So lustig gehts aber meist eher nicht zu!
Ich selber fühle mich 95% meiner Zeit hier sicher. ich wohne in Obs, was DAS Viertel für junge weiße Ausländer ist, und nachts gibt's auf der Kneipenstraße Security. Ich muss immer durch ne Bahnunterführung nach hause, allerdings mache ich ja viel mit Leuten aus meinem haus, daher bin ich nicht oft allein.
Aber ne Freundin ist gerade diese Woche in diesem Bahnuntergang überfallen worden, um 8:30uhr morgens, und hat dabei ihren Rucksack mit Laptop und Camera geklaut bekommen (aber versichert).
Jetzt schreien einige Leser auf: Wie dumm die Sachen mitzunehmen! Nunja, eigentlich nicht, und irgendwie schon. Unterwegs mit dem Zug oder zu Fuß muss man damit rechnen überfallen zu werden, aber es ist eben doch nicht so alltäglich dass man es wirklich wahrhaben will: und gerade wir deutschen gelten anscheinend als sehr "trotzig" gegenüber dieser Angst sich dann nur zu Hause einzuschließen.
Dazu mehr: um in mein Haus zu kommen muss ich das Frontgate öffnen, was wir aber nicht wirklich abschließen, weil's sonst super lästig ist und die Einbrecher sowieso auf's Grundstück känmen, wenn sie wollten. Die Gittertür vor unserer Haustür und auch hintertür ist aber immer abgeschlossen und auch die Hintertüre mit nem Riegel versehen.
Auf das Schloss an der Holzvordertüre war ich letztens sauer, daher trat ich gegen die Tür und ZACK, war sie offen. Also wenn die Gittertür nicht ist, dann ist man ganz locker drin. Aber wir schließen unsere Zimmertüren auch noch immer ab,
und wenn ich in die Küche gehe um mir'n Glas Wasser zu holen schließe ich das Fenster, den die Verbrecher sind ziemlich schnell mit durch's Fenster greifen, oder sich'n Stock besorgen um damit die Turnschuhe, Kameras usw. rauszuholen während man 1min weg ist.
Ein Freund von mir lässt nachts immer sein Handy an um schnell zu sein, und ich, naja, hab's eh immer an: kennt mich ja :)
Ich mach mir kaum Sorgen um Kriminalität, laufe oft mit meiner Kamera auch durch die Townships, allerdings immer begleitet von nem local, von daher glaub ich nich an Überfälle: aber die locals werden auch öfter überfallen, von daher... Naja: ich hab Gott auf meiner Seite und unser dt. Staatssystem im Rücken, von daher hab ich nich viel Schiss VIEL zu verlieren: denn auch wenn die Mörderrate in SA bei 50Morden pro Tag liegt, fühl ich mich trotzdem "sicher".
Jetzt noch der Hammer zu Schluß:
Holländer war in ner Bar in der Innenstadt, wurd super Müde, ging nach hause und legte sich in Boxershorts und T-shirt pennen. Aufgewacht ist er ohne igrendetwas zu haben, außer seinem Bett, der Decker und eben besagtem T-shirt mit Boxer: der Rest: Schränke, Klamotten, Rucksack,... wurde KOMPLETT ausgeräumt. Wahrscheinlich hatte er was in sein Glas getan bekommen, denn sonst wird man ja eigentlich von ner Ausräumaktion wach.
Urlaubsupdate
Hallo liebe LeserInnen,
ich wollt euch hier mal'n Link geben um meine Fotos vom Urlauben und sonstwie angucken zu können, denn ich komme einfach nicht dazu, das vernünftig aufzuschreiben, aber so viel text is ja auch nicht gesund, bei der Menge die wir eh schon pro Tag lesen, ne?!
http://picasaweb.google.com/matthias.hoehne
Enjoy
Matthias
ich wollt euch hier mal'n Link geben um meine Fotos vom Urlauben und sonstwie angucken zu können, denn ich komme einfach nicht dazu, das vernünftig aufzuschreiben, aber so viel text is ja auch nicht gesund, bei der Menge die wir eh schon pro Tag lesen, ne?!
http://picasaweb.google.com/matthias.hoehne
Enjoy
Matthias
Autokauf in 1min
Ello (oder wie auch immer sie geschrieben wird) is ne französische Studentin, die hier seit 6 Monaten mit 18jährigen kids arbeitet: hat au gut krasse Geschichten, aber nunja, hier nicht Thema.
Sie fährt'n alten Ford Saphire der während sie in fuhr einfach nur Schrott war: für R14.000 (1200€) gekauft, funktionierte die Hupe nicht, die Blinker waren außer Funktion, Tankanzeige und Umdrehungsmesser gehen nicht, und wenn man das Fenster falsch anfasste, fiel es einfach runter.
Der Motor lief ok, starten klappte i.d.R. auch nach 5sek-Starter halten, und nur das Lenkrad machte wirkliche Sorgen als sie es nach viel (normalerweise normalen) rappeln plötzlich während der Fahrt Slapstick-mäßig in der Hand hielt und ihrer Beifahrerin ängstlich zeigte, dass es vom Auto "abgegangen" war.
Dieses Auto will sie nun loswerden kurz vor dem verlassen von SA und verkaufen. Sie hat vieles repariert und eigentlich geht jetzt alles gut. Es hat sogar Radio und verbraucht im guten Durchschnitt (also so 8-10l auf 100km).
Eine meiner Fieldworkerinnen möchte ein Auto kaufen, für ihren Sohn, so dass er damit als Taxifahrer Geld verdienen kann: also hab ich nach hin-und her einen Termin für die beiden verabredete zum treffen.
Der Sohn und Bruder der Fieldworkerin kam mit, "weil die sich mit Autos auskennen", sagte sie. Ello zeigte das Auto von außen, öffnete die Tür und wies sie auf die letzte kaputte stelle im Motorraum hin, die sie aber noch repariert.
Der Bruder und die Fieldworkerin willigten ein es zu kaufen.
Das war gerade mal 1min nachdem sie das Auto gesehen hatten. Keine Fragen dazu, kein Motoranlassen, keine Testfahrt, es wäre vielleicht noch nichtmal in den Motorraum geguckt worden, wenn Ello denen nicht den Fehler hätte zeigen wollen: einfach NIX wurde angeguckt, außer der Farbe.
Also entweder kennen die beiden sich mit Autos wirklich sooooooo super aus, oder nunja...
Sie fährt'n alten Ford Saphire der während sie in fuhr einfach nur Schrott war: für R14.000 (1200€) gekauft, funktionierte die Hupe nicht, die Blinker waren außer Funktion, Tankanzeige und Umdrehungsmesser gehen nicht, und wenn man das Fenster falsch anfasste, fiel es einfach runter.
Der Motor lief ok, starten klappte i.d.R. auch nach 5sek-Starter halten, und nur das Lenkrad machte wirkliche Sorgen als sie es nach viel (normalerweise normalen) rappeln plötzlich während der Fahrt Slapstick-mäßig in der Hand hielt und ihrer Beifahrerin ängstlich zeigte, dass es vom Auto "abgegangen" war.
Dieses Auto will sie nun loswerden kurz vor dem verlassen von SA und verkaufen. Sie hat vieles repariert und eigentlich geht jetzt alles gut. Es hat sogar Radio und verbraucht im guten Durchschnitt (also so 8-10l auf 100km).
Eine meiner Fieldworkerinnen möchte ein Auto kaufen, für ihren Sohn, so dass er damit als Taxifahrer Geld verdienen kann: also hab ich nach hin-und her einen Termin für die beiden verabredete zum treffen.
Der Sohn und Bruder der Fieldworkerin kam mit, "weil die sich mit Autos auskennen", sagte sie. Ello zeigte das Auto von außen, öffnete die Tür und wies sie auf die letzte kaputte stelle im Motorraum hin, die sie aber noch repariert.
Der Bruder und die Fieldworkerin willigten ein es zu kaufen.
Das war gerade mal 1min nachdem sie das Auto gesehen hatten. Keine Fragen dazu, kein Motoranlassen, keine Testfahrt, es wäre vielleicht noch nichtmal in den Motorraum geguckt worden, wenn Ello denen nicht den Fehler hätte zeigen wollen: einfach NIX wurde angeguckt, außer der Farbe.
Also entweder kennen die beiden sich mit Autos wirklich sooooooo super aus, oder nunja...
Autobahn ist für alle da
Ja, das stimmt hier wohl:
Jeden Tag muss man aufpassen auf den Freeways die über 4 oder 6 Spuren (mit Mittelblockade) kreuzenden Menschen zu überfahren (die sich manchmal leider echt sehr bei der Geschwindigkeit unseres Beatles verschätzen).
Fahrradfahrer nehmen die gut asphaltierten Standtreifen in Fhrt- oder auch Gegenrichtung und bei Ausfahrten wird's eben brennslich.
Mini-bus-taxis halten auf den Ausfahrtsstreifen an, um die Fahrgäste auszuladen, und eben nicht von dem Freeway runterzumüssen. Fahrstil is unter aller sau: jede Lücke wird ausgenutzt und die Scheinwerfer flammen häufig auf, denn man muss voll ja schnell in die Stadt kommen und leer (morgens aus der Stadt raus) schnell wieder zu den Kunden zurück, die dann Geld einbringen.
Zum Thema Fahrstil gibt's noch ne krasse Geschichte von der Main Road:
Samstag haben wir eins gesehen was mit ca 10-15 Insassen auf der Seite lag, weil's anscheinend von nem großen Linienbus gerammt wurde: ich wette es war die Schuld des crazy Mini-bus-driver's: denn sobald jemand am Straßenrand ruft, er/sie will mit, wird auf die Bremse gehauen und danach die Warnblinke angemacht, so dass man als nachfahrender Autofahrer echt gute Reaktionen (und eigentlich ne Servolenkung) braucht.
Hab meinen Fahrstil aber schon angepasst und bin au nicht mehr so freundlich deutsch hier: ich weiß wo man lieber rechte Spur oder wo lieber linke nimmt, um schneller durchzukommen, und die Hupe liebe ich ja schon in D-Land, aber hier vergeht kaum ein Tag ohne nicht mindestens einmal FETT draufzudrücken: schön!
Letztens war ich auch etwas zu schnell unterwegs, Ampel sprang auf rot, und ich bin hupend über die Kreuzung, ganz nach dem Vorbild meiner hier Mitmenschen.
Die Polizei sieht's aber au nicht so eng mit den Farben: wenn halt kein Auto kommt, dann fahren sie nunmal :) Ich hab's mich aber noch nicht getraut direkt vor deren Augen zu machen, allerdings gelten STOP-schilder hier auch oft eher als Vorfahrt-achten Schilder:
MANN WIRD DAS HART, SICH WIEDER UMZUGEWÖHNEN IN D-LAND!!!
Jeden Tag muss man aufpassen auf den Freeways die über 4 oder 6 Spuren (mit Mittelblockade) kreuzenden Menschen zu überfahren (die sich manchmal leider echt sehr bei der Geschwindigkeit unseres Beatles verschätzen).
Fahrradfahrer nehmen die gut asphaltierten Standtreifen in Fhrt- oder auch Gegenrichtung und bei Ausfahrten wird's eben brennslich.
Mini-bus-taxis halten auf den Ausfahrtsstreifen an, um die Fahrgäste auszuladen, und eben nicht von dem Freeway runterzumüssen. Fahrstil is unter aller sau: jede Lücke wird ausgenutzt und die Scheinwerfer flammen häufig auf, denn man muss voll ja schnell in die Stadt kommen und leer (morgens aus der Stadt raus) schnell wieder zu den Kunden zurück, die dann Geld einbringen.
Zum Thema Fahrstil gibt's noch ne krasse Geschichte von der Main Road:
Samstag haben wir eins gesehen was mit ca 10-15 Insassen auf der Seite lag, weil's anscheinend von nem großen Linienbus gerammt wurde: ich wette es war die Schuld des crazy Mini-bus-driver's: denn sobald jemand am Straßenrand ruft, er/sie will mit, wird auf die Bremse gehauen und danach die Warnblinke angemacht, so dass man als nachfahrender Autofahrer echt gute Reaktionen (und eigentlich ne Servolenkung) braucht.
Hab meinen Fahrstil aber schon angepasst und bin au nicht mehr so freundlich deutsch hier: ich weiß wo man lieber rechte Spur oder wo lieber linke nimmt, um schneller durchzukommen, und die Hupe liebe ich ja schon in D-Land, aber hier vergeht kaum ein Tag ohne nicht mindestens einmal FETT draufzudrücken: schön!
Letztens war ich auch etwas zu schnell unterwegs, Ampel sprang auf rot, und ich bin hupend über die Kreuzung, ganz nach dem Vorbild meiner hier Mitmenschen.
Die Polizei sieht's aber au nicht so eng mit den Farben: wenn halt kein Auto kommt, dann fahren sie nunmal :) Ich hab's mich aber noch nicht getraut direkt vor deren Augen zu machen, allerdings gelten STOP-schilder hier auch oft eher als Vorfahrt-achten Schilder:
MANN WIRD DAS HART, SICH WIEDER UMZUGEWÖHNEN IN D-LAND!!!
Häuserbau im Township
Vati habe ich schonmal erwähnt, sie ist meine Lieblingsfieldworkerin, mit der ich am meisten zeit (außerhalb des Offices) verbringe. Sie hat's ziemlich drauf, und könnte voll die business frau werden, mit noch mehr Training.
Ich werd euch auch mal Ihre Lebensgeschichte (zu Mindest'n Teil) hier Posten, aber bsi dahin erstmal ihre Häuschenbau geschichte (Fotos folgen hoffentlich bald):
Vatiswa (Vati) floh nach Cape Town und kam in dem Township Nyanga unter. Sie wohnte "zur Miete" in nem Haus und hatte dort ihr Bett. Um 1986 herum bewarb sie sich um ein Haus.
1994 bekam sie dann schonmal ein Grundstück zugewiesen auf dem sie wenigstens schonmal ne Hütte errichten konnte.
2006 wurde dann ihr Geld genehmigt, denn JEDEM Südafrikanischen Staatsbürger stehen (zur Zeit) R29.000 (=2600€) für ein 42m² zur Verfügung.
Vom Staat wird damit bezahlt:
- Das meiste Material: Fenster, Türen, Dach, Zement außen, Boden innendrin; Architektengehalt (1 Arichtekt!); Sanitäranlagenanschluss, Badewanne (oder Dusche?) und WC
"Eigenanteil" Selbst muss man tragen:
- Elektrizitäts-einrichtung, großer Teil der Arbeitslöhne , Zement inside wenn man will, Dachinnenausbau, und halt komplette Inneneinrichtung
Wenn man größeres Haus ahben will, so wie Vati mit 52m² legt man Geld oben drauf (sie hat nun insgesamt noch R10.000 (=900€) draufbezahlt für Vergrößerung & Eigenanteil)
- R65 (=6€) für einen Sack Zement (kein Plan mehr wieviel kg)
- R3o0 (=28€) für eine Kleinlasterladung Sand (3Stück hat sie gebraucht)
- ...
Das Geld vom Staat bekommt man aber (zum Glück) nicht ausgehändigt, sondern man muss jemanden finden der einem das haus baut: Materialien, Leute,... ranschafft: dem überträgt man den Auftrag und der holt das Geld ab, bzw. bezahlt alle Rechnungen davon.
Ihr gehört nun das Haus, was im Oktober 2007 fertiggestellt wurde.
Während den Baumaßnahmen mussten ihre 6 kids ausziehen (2 sind eigene Söhne, die anderen von verstorbenem Bruder&Schwester) und bei Nachbarn unterkommen, und sie lebte in ner kleinen (ich schätze mal vom betrachten her) 5m²-Hütte für dieses eine Jahr Bauzeit.
NOCH KURZ ALS EINSCHUB:
Es gibt Leute in den Townships die sich auf Hüttenbau spezialisiert haben, und bei denen man für R2.500 (220€) ne ca. 5m² große Hütte geliefert bekommt, die man dann Ikea mäßig aufbaut: nur Werkzeuge werden nicht mitgeliefert, und ob's ne Anleitung gibt, weiß ich au nicht, aber die Wände sind halt prepared und daher einfach aufstellen, zusammenhämmern und Dach drauf: könnt euch also vorstellen wie das Ding bei Sturm hält, und auch bei Kälte, Hitze und Schall "isoliert".
Von ner anderen Fieldworkerin (Joyce) aus Khayelitsha habe ich gehört, dass man ein Haus nur genehmigt bekommt, wenn man einen festen Job hat, denn man muss den dafür aufzunehmenden Kredit zurückzahlen, aber dieses Statement wurde mir leider (noch) nicht genauer erklärt, daher weiß ich's nicht mit der Geschichte von Vati einzuordnen.
Ich werd euch auch mal Ihre Lebensgeschichte (zu Mindest'n Teil) hier Posten, aber bsi dahin erstmal ihre Häuschenbau geschichte (Fotos folgen hoffentlich bald):
Vatiswa (Vati) floh nach Cape Town und kam in dem Township Nyanga unter. Sie wohnte "zur Miete" in nem Haus und hatte dort ihr Bett. Um 1986 herum bewarb sie sich um ein Haus.
1994 bekam sie dann schonmal ein Grundstück zugewiesen auf dem sie wenigstens schonmal ne Hütte errichten konnte.
2006 wurde dann ihr Geld genehmigt, denn JEDEM Südafrikanischen Staatsbürger stehen (zur Zeit) R29.000 (=2600€) für ein 42m² zur Verfügung.
Vom Staat wird damit bezahlt:
- Das meiste Material: Fenster, Türen, Dach, Zement außen, Boden innendrin; Architektengehalt (1 Arichtekt!); Sanitäranlagenanschluss, Badewanne (oder Dusche?) und WC
"Eigenanteil" Selbst muss man tragen:
- Elektrizitäts-einrichtung, großer Teil der Arbeitslöhne , Zement inside wenn man will, Dachinnenausbau, und halt komplette Inneneinrichtung
Wenn man größeres Haus ahben will, so wie Vati mit 52m² legt man Geld oben drauf (sie hat nun insgesamt noch R10.000 (=900€) draufbezahlt für Vergrößerung & Eigenanteil)
- R65 (=6€) für einen Sack Zement (kein Plan mehr wieviel kg)
- R3o0 (=28€) für eine Kleinlasterladung Sand (3Stück hat sie gebraucht)
- ...
Das Geld vom Staat bekommt man aber (zum Glück) nicht ausgehändigt, sondern man muss jemanden finden der einem das haus baut: Materialien, Leute,... ranschafft: dem überträgt man den Auftrag und der holt das Geld ab, bzw. bezahlt alle Rechnungen davon.
Ihr gehört nun das Haus, was im Oktober 2007 fertiggestellt wurde.
Während den Baumaßnahmen mussten ihre 6 kids ausziehen (2 sind eigene Söhne, die anderen von verstorbenem Bruder&Schwester) und bei Nachbarn unterkommen, und sie lebte in ner kleinen (ich schätze mal vom betrachten her) 5m²-Hütte für dieses eine Jahr Bauzeit.
NOCH KURZ ALS EINSCHUB:
Es gibt Leute in den Townships die sich auf Hüttenbau spezialisiert haben, und bei denen man für R2.500 (220€) ne ca. 5m² große Hütte geliefert bekommt, die man dann Ikea mäßig aufbaut: nur Werkzeuge werden nicht mitgeliefert, und ob's ne Anleitung gibt, weiß ich au nicht, aber die Wände sind halt prepared und daher einfach aufstellen, zusammenhämmern und Dach drauf: könnt euch also vorstellen wie das Ding bei Sturm hält, und auch bei Kälte, Hitze und Schall "isoliert".
Von ner anderen Fieldworkerin (Joyce) aus Khayelitsha habe ich gehört, dass man ein Haus nur genehmigt bekommt, wenn man einen festen Job hat, denn man muss den dafür aufzunehmenden Kredit zurückzahlen, aber dieses Statement wurde mir leider (noch) nicht genauer erklärt, daher weiß ich's nicht mit der Geschichte von Vati einzuordnen.
Kosten, Gehälter und die Armut
Hier geb ich mal'n kleinen Überblick über meine Erfahrungen ganz allgemein zu Geld, Förderungen, usw. in Kapstadt:
1 Euro (1€) sind ungefähr 11Rand (R11), also bei meinen Rand Preisen einfach das Komma einen nach links schieben und ihr seid so halb beim Euro-preis ;)
Als normaler Intern/Touri wie ich's bin, kommt man so mit R120-200 (10-18€) pro Einkauf für ne Woche gut hin (im Spar oder Pick n' Pay).
Die Townshipper (wie ich sie jetzt mal nenne) gehen da eher zu Shoprite, welches aber nich unbedingt günstiger ist.
Toastbrot = R6,50 (60ct) ; 1l Milch R7 (65ct) ; Doritos = 80ct Yeah! ; Nutella 300gr Glas R24 =2,20€, Ahhhhhhhhhh!
Allerdings kommen die Township-people für'n Mittagessen mit R5-15 (0,50-1,30€) aus, wo ich in der Regel an Ständen schon eher R15-30, wenn nich sogar R50 zahle.
Wobei hier bei mir im Township Office Place hat sich jemand selbstständig gemacht und verkauft Fisch mit Reis und Salat auch für R15, oder auch Hammer Toatsbrotsandwiches für R5,50, also komm ich doch auch mal in den günstigeren Genuss.
Ein Gehalt von nem Bahnfahrer der Metroline hier liegt im Monat bei R12000 (€1000), warum auch immer, das eines Polizisten angeblich knapp drüber.
In meinem Office startet man als Angestellte erstmal so mit R7000 (650€) pro Monat.
Ein Taxifahrer im Township (also inoffiziell: fährt den ganzen Tag mit seiner "Kakalake" (also Schrottkarre) auf und ab und sammelt Leute ein) verdient am Tag zwischen R100 und R400, allerdings "muss" er eigentlich alles Geld an den Autobesitzer (denn meist is er nur der Fahrer) abdrücken und bekommt dann 25% der Tageseinnahmen. -->daher bleiben solche Aufgaben häufig innerhalb der Familie, so dass die Besitzer/in nicht über's Ohr gehauen wird.
Vor jedem großen Supermarkt oder vor ner Offiziellen Behörde sitzen Plastik-, Bonbon-, Radio-, ect.- Verkäufer mit gutem importierten China billig Zeug :) (Naja, manches is au local, aber wie viel, weiß ich nicht). So ein Bonbon verkäufer der an nem richtig guten Punkt sitzt (und bei dem man nicht wusste wie er seine Waren bekam) hat am Montag seine Wocheneinnahmen auf die Bank getragen und oft R10.000 da hingebracht: kraß, ne?! Einfach unvorstellbar.
ABER
das ist eben (so glaub ich zur Zeit doch eher) die Ausnahme: viele haben kein Startkapital, müssen Schulgebühren bezahlen, Klamotten kaufen, versorgen viele Kinder und auch Nachbarn, Arbeitslosigkeit liegt bei über 40%, und die Blechhütten oder "Holz"-hütten in denen einige Wohnen zeigen, dass sie kein geld haben, oder es komplett "falsch" ausgeben!
Ich bin zur Zeit sehr hin- und hergerissen in meiner Meinung über die Menschen die ich in den Townships kennengelernt habe:
die meisten von denen, die ich näher kenne sind sehr klug, wissen wie man gute Geschäfte macht, und wirtschaften mit ihrem Geld gut: daher sehe ich bei denen keine akute Armut, sondern wie sie eben viel Geld sparen, dadurch dass sie im Township leben.
ABER dann gibt's eben auch die vielen Leute die ich nur kurz 5min besucht habe, und bei denen weiß ich's einfach nicht: wenn man in nem 20m² Haus + ner 8m² Hütte hinterm Haus mit 14Familienmitgliedern (wovon keiner'n Job hat (einige ja au Kinder) lebt, ist das für mich krasse Armut!
Eine Fahrt mit dem inoffiziellen Taxi kostet für ca. 5km R5-10, je nach "Wetter"laune des Fahrers :) Für mich kostet ne Fahrt in nem normalen Taxi (was ich sicherheitsbedingt nur nehme) ab R8 pro km, allerdings auch R12, wenn man'n Auto haben will, worin man sich auch OK fühlt.
Minibustaxi kostet Tagsüber R5,50 und nachts etwas mehr, lokaler Zug (also Metroline) R5,50 für erste Klasse die ich immer verkauft bekomme, obwohl sie oft auch gar nicht im Zug dann angehängt ist :)
Kino kostet R22,50 an Kinodienstagen in der größten Kette, und sonst R29 an der Waterfront jeden Tag. Filme laufen übrigens au etwas früher als bei uns an :)
Kaffeetrinken gibt's für R12-16 und'n Mittag- oder Abendessen im Restaurant mit Getränken schon für R50, aber natürlich nach oben ohne Ende offen, wie in vielen Großstädten.
National Reserve Eintrittsgelder (wenn erhoben) liegen zwischen R50 und R100, daher voll OK, für das was man Hammermäßig geboten bekommt.
Joa, das war's soweit mal von hier
wie gesagt: ich sehe wie einige echt Kohle scheffeln und auch gut haben, nette Soundsysteme im Haus und schöne Couchen, Küchen und Tupperware, und genau in der gleichen Straße, oder auf der anderen Seite stehen Hütten, die ne Matratze drin liegen haben, die komplett durchgelegen ist und vielleicht auch voll Wasser gesogen, weil der Regen mal wieder durch's "Dach" kommt.
1 Euro (1€) sind ungefähr 11Rand (R11), also bei meinen Rand Preisen einfach das Komma einen nach links schieben und ihr seid so halb beim Euro-preis ;)
Als normaler Intern/Touri wie ich's bin, kommt man so mit R120-200 (10-18€) pro Einkauf für ne Woche gut hin (im Spar oder Pick n' Pay).
Die Townshipper (wie ich sie jetzt mal nenne) gehen da eher zu Shoprite, welches aber nich unbedingt günstiger ist.
Toastbrot = R6,50 (60ct) ; 1l Milch R7 (65ct) ; Doritos = 80ct Yeah! ; Nutella 300gr Glas R24 =2,20€, Ahhhhhhhhhh!
Allerdings kommen die Township-people für'n Mittagessen mit R5-15 (0,50-1,30€) aus, wo ich in der Regel an Ständen schon eher R15-30, wenn nich sogar R50 zahle.
Wobei hier bei mir im Township Office Place hat sich jemand selbstständig gemacht und verkauft Fisch mit Reis und Salat auch für R15, oder auch Hammer Toatsbrotsandwiches für R5,50, also komm ich doch auch mal in den günstigeren Genuss.
Ein Gehalt von nem Bahnfahrer der Metroline hier liegt im Monat bei R12000 (€1000), warum auch immer, das eines Polizisten angeblich knapp drüber.
In meinem Office startet man als Angestellte erstmal so mit R7000 (650€) pro Monat.
Ein Taxifahrer im Township (also inoffiziell: fährt den ganzen Tag mit seiner "Kakalake" (also Schrottkarre) auf und ab und sammelt Leute ein) verdient am Tag zwischen R100 und R400, allerdings "muss" er eigentlich alles Geld an den Autobesitzer (denn meist is er nur der Fahrer) abdrücken und bekommt dann 25% der Tageseinnahmen. -->daher bleiben solche Aufgaben häufig innerhalb der Familie, so dass die Besitzer/in nicht über's Ohr gehauen wird.
Vor jedem großen Supermarkt oder vor ner Offiziellen Behörde sitzen Plastik-, Bonbon-, Radio-, ect.- Verkäufer mit gutem importierten China billig Zeug :) (Naja, manches is au local, aber wie viel, weiß ich nicht). So ein Bonbon verkäufer der an nem richtig guten Punkt sitzt (und bei dem man nicht wusste wie er seine Waren bekam) hat am Montag seine Wocheneinnahmen auf die Bank getragen und oft R10.000 da hingebracht: kraß, ne?! Einfach unvorstellbar.
ABER
das ist eben (so glaub ich zur Zeit doch eher) die Ausnahme: viele haben kein Startkapital, müssen Schulgebühren bezahlen, Klamotten kaufen, versorgen viele Kinder und auch Nachbarn, Arbeitslosigkeit liegt bei über 40%, und die Blechhütten oder "Holz"-hütten in denen einige Wohnen zeigen, dass sie kein geld haben, oder es komplett "falsch" ausgeben!
Ich bin zur Zeit sehr hin- und hergerissen in meiner Meinung über die Menschen die ich in den Townships kennengelernt habe:
die meisten von denen, die ich näher kenne sind sehr klug, wissen wie man gute Geschäfte macht, und wirtschaften mit ihrem Geld gut: daher sehe ich bei denen keine akute Armut, sondern wie sie eben viel Geld sparen, dadurch dass sie im Township leben.
ABER dann gibt's eben auch die vielen Leute die ich nur kurz 5min besucht habe, und bei denen weiß ich's einfach nicht: wenn man in nem 20m² Haus + ner 8m² Hütte hinterm Haus mit 14Familienmitgliedern (wovon keiner'n Job hat (einige ja au Kinder) lebt, ist das für mich krasse Armut!
Eine Fahrt mit dem inoffiziellen Taxi kostet für ca. 5km R5-10, je nach "Wetter"laune des Fahrers :) Für mich kostet ne Fahrt in nem normalen Taxi (was ich sicherheitsbedingt nur nehme) ab R8 pro km, allerdings auch R12, wenn man'n Auto haben will, worin man sich auch OK fühlt.
Minibustaxi kostet Tagsüber R5,50 und nachts etwas mehr, lokaler Zug (also Metroline) R5,50 für erste Klasse die ich immer verkauft bekomme, obwohl sie oft auch gar nicht im Zug dann angehängt ist :)
Kino kostet R22,50 an Kinodienstagen in der größten Kette, und sonst R29 an der Waterfront jeden Tag. Filme laufen übrigens au etwas früher als bei uns an :)
Kaffeetrinken gibt's für R12-16 und'n Mittag- oder Abendessen im Restaurant mit Getränken schon für R50, aber natürlich nach oben ohne Ende offen, wie in vielen Großstädten.
National Reserve Eintrittsgelder (wenn erhoben) liegen zwischen R50 und R100, daher voll OK, für das was man Hammermäßig geboten bekommt.
Joa, das war's soweit mal von hier
wie gesagt: ich sehe wie einige echt Kohle scheffeln und auch gut haben, nette Soundsysteme im Haus und schöne Couchen, Küchen und Tupperware, und genau in der gleichen Straße, oder auf der anderen Seite stehen Hütten, die ne Matratze drin liegen haben, die komplett durchgelegen ist und vielleicht auch voll Wasser gesogen, weil der Regen mal wieder durch's "Dach" kommt.
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